Dax-Entwicklung seit 1959

Aktien statt Sparbuch

Millionär mit 30: Mit einem simplen Investment machen Eltern ihre Kinder reich

Fantasista – Fotolia

Zu Beginn langweilig, auf Dauer aber unschlagbar: Wer zur Geburt eines Kindes Geld für den Nachwuchs anlegt, kann diesem später eine gigantische Freude machen. Auch wenn das Sparbuch meist für diesen schönen Brauch genutzt wird, sind Aktien eindeutig die bessere Wahl.

Mehr als 25 Prozent hat der Dax im vergangenen Jahr zugelegt – da ist das happige Minus des Vorjahres fast vergessen. Solch volatile Jahre fallen im langfristigen Schnitt aber ohnehin kaum auf: In den vergangenen 30 Jahren wuchs der Wert des deutschen Leitindizes um 7,2 Prozent pro Jahr im Schnitt. Seit 1959 haben die größten deutschen Aktien sogar einen durchschnittlichen jährlichen Gewinn von 8,4 Prozent eingefahren – Anleihen und Sparbuch kommen da nicht einmal ansatzweise mit.

Da es den Dax in seiner heutigen Form erst seit 1988 gibt, müssen wir die Werte aus den Jahren davor erklären. Sie stammen aus einem Index der Börsen-Zeitung, der wiederum 1981 aus einem Index der Berliner Privatbank Hardy & Co hervorging, die selbigen eben seit 1959 pflegte.

Was Sie bei der Rechnung beachten müssen

So lassen sich die Dax-Kurse historisch zu einem Zeitpunkt zurückrechnen, zu dem es den Dax noch gar nicht gab. Die Deutsche Börse verwendet diese Rückrechnung heute offiziell als Vorläufer des deutschen Aktienindizes.

Somit lässt sich also hochrechnen, wie reich Sie heute wären, wenn Ihre Eltern Ihnen zu Ihrer Geburt einen Dax-ETF in einem bestimmten Wert geschenkt hätten. Weil das ganze ein Gedankenspiel ist, ignorieren Sie bitte die Tatsache, dass es ETFs erst ab den 1970er Jahren gab und natürlich alle Euro-Werte aus der Tabelle für die Zeit vor 2002 in entsprechende D-Mark-Werte umgerechnet werden müssten.

1967 – der beste Geburtsjahrgang

Doch egal ob 1.000 D-Mark oder 500 Euro, selbst mit diesem geringen Investment im Jahre 1959 würden Sie heute ordentlich Reibach machen. Über die gesamten 60 Jahre liegt die Rendite des Dax bei 3.560 Prozent – also aus einer D-Mark von 1959 wären heute schon 1.830 Euro geworden.

Die Performance des Dax nach Geburtsjahren und Startkapital.

FOCUS Online Die 18-Jahres-Performance des Dax nach Geburtsjahren und Startkapital.

Das dickste Plus hätte aber die Generation der 1967 Geborenen gemacht. Sie profitiert davon, dass der Index gleich in ihrem Geburtsjahr um 51 Prozent gestiegen wäre – der zweithöchste jährliche Anstieg der Geschichte – und sie zugleich einige Verlustjahre zuvor nicht mitgemacht hätte. Hier liegt das Plus bis heute bei 3.874 Prozent. Mit gutem Elternhaus, dass zur Geburt 26.000 Euro oder 52.000 D-Mark hätte anlegen können, wären Sie heute Millionär – mit 52 Jahren und ohne eigene Arbeit.

Wer in den Dax investiert, muss einiges aushalten können

Das geht natürlich noch schneller. Wessen Eltern gleich 100.000 Euro investiert hätten, dem reicht schon Geburtsjahrgang 1988, um heute Millionär zu sein – mit gerade einmal 31 Jahren. Allerdings: Wessen Eltern so viel Geld übrighaben, der dürfte heute auch ohne Dax-Investment kaum Geldsorgen haben.

Neben den möglichen Geldbergen, die Sie heute hätten haben können, zeigt die Grafik aber auch, wie stark der Dax und seine Vorläufer schon immer von Jahr zu Jahr geschwankt haben. 8,7 Prozent Wachstum im Schnitt klingt toll, wer die mitnehmen möchte, muss aber aushalten, dass der Dax in zwei Dritteln aller Fälle zwischen minus 15 Prozent und plus 31 Prozent im Jahr einfährt.

Das Rechenbeispiel zeigt vor allem, wie mit etwas Mut zum Risiko über die Zeit aus einer kleinen Summe ein richtig großer Betrag werden kann. Mit einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto wäre das nicht möglich. Insofern sollten Eltern gut überlegen, wie sie für ihr Kind Geld anlegen. Aus Sicht von Experten ist mit einem langfristigen Anlagehorizont etwas Risiko vertretbar.

Quelle: https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/millionaer-mit-30-jahren-so-reich-waeren-sie-heute-haetten-ihre-eltern-bei-ihrer-geburt-in-den-dax-investiert_id_10251058.html geladen am 04.01.2020

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