Selbstgenutzte Wohnimmobilie

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Selbstgenutzte Wohnimmobilie

Eine Wohnimmobilie ist eine Immobilie, die ganz oder überwiegend zu Wohnzwecken genutzt wird.

Allgemeines

Das Kompositum „Wohnimmobilie“ bringt zum Ausdruck, dass es sich um eine Immobilie handelt, die mindestens eine Wohnung enthält. Die Wohnung gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht der zweiten Generation, das durch Wohnimmobilien verwirklicht wird. Obwohl das Recht auf eine Wohnung kein Grundrecht im Sinne des Grundgesetzes (GG) darstellt, ist es in mehreren Landesverfassungen enthalten.[1] Das Grundgesetz schützt in Art. 13 Abs. 1 GG lediglich die Unverletzlichkeit der Wohnung. Das Verfassungsrecht versteht unter der Wohnung jedes räumliche Gebilde, das geeignet und dazu bestimmt ist, die Allgemeinheit von der Wahrnehmung der darin stattfindenden freien Lebensgestaltung auszuschließen.[2] Dem Grundgesetz geht es bei der Wohnung eher um den Schutz der Privatsphäre. Strafrechtlich sind Wohnungen beim Wohnungseinbruchdiebstahl nach § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB Räumlichkeiten, deren Hauptzweck darin besteht, Menschen zur ständigen Benutzung zu dienen, ohne dass sie in erster Linie Arbeitsräume sind. Versicherungsrechtlich gehören zu einer Wohnung alle diejenigen Räume eines Gebäudes, die im Haushalt des Versicherungsnehmers zu privaten Zwecken genutzt werden.

Arten

Für Bewertungszwecke definiert das BewG eine Wohnung nach § 181 Abs. 9 BewG als „Zusammenfassung einer Mehrheit von Räumen, die in ihrer Gesamtheit so beschaffen sein müssen, dass die Führung eines selbständigen Haushalts möglich ist“. Hierzu gehören nach § 181 Abs. 1 BewG Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke und Wohnungseigentum. Auch Bauherrenmodelle gehören zu den Wohnimmobilien. Gemischt genutzte Grundstücke dienen sowohl Wohnzwecken als auch gewerblicher Nutzung. Hierzu gehören z. B. Ferienwohnung, Büro, Loft, Atelier oder Bauernhof.

Finanzierung

Der Bau, Erwerb, die Renovierung, Modernisierung oder Sanierung von Wohnimmobilien können durch Eigenkapital des Investors oder teilweise mittels Immobilienfinanzierung (Hypothekendarlehen) durch Kreditinstitute (Großbanken, Private Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken oder Hypothekenbanken) oder Lebensversicherungen finanziert werden. Dabei sind die Wohnimmobilien in der Regel das Beleihungsobjekt. Wohnimmobilien können dann nach § 12 Abs. 1 Pfandbriefgesetz (PfandBG) als Deckung für Hypothekenpfandbriefe dienen. Die als Grundpfandrecht einzutragenden Hypotheken oder Grundschulden dürfen gemäß § 13 Abs. 1 PfandBG nur auf Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten oder solchen Rechten einer ausländischen Rechtsordnung lasten, die den grundstücksgleichen Rechten deutschen Rechts vergleichbar sind. Die belasteten Grundstücke müssen in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Kanada, in Japan, in Australien, in Neuseeland oder in Singapur belegen sein. Sie können von Kreditinstituten bis zu einer Beleihungsgrenze von 80 % des Beleihungs- oder Marktwerts (Art. 125 Nr. 2d Kapitaladäquanzverordnung) beliehen werden.

Steuerfragen

Der Erwerb von Wohnimmobilien löst Grunderwerbsteuer aus. Dafür ist er von der Umsatzsteuer nach § 4 Nr. 9a UStG befreit. Der Eigentümer kann für vermietete oder verpachtete Wohnimmobilien eine einkommensteuermindernde Absetzung für Abnutzung (AfA) in seiner Steuererklärung geltend machen. Zentrale Vorschrift hierfür ist § 7 Abs. 4 Nr. 2 EStG, wonach für die zu Wohnzwecken dienenden Gebäude eine lineare AfA von 2 % (seit Januar 1925 errichtete Gebäude) oder 2,5 % (bis Dezember 1924 errichtet) der jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beträgt. Sondervorschriften bestehen in § 7 Abs. 5 EStG für Gebäude, die in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem anderen Staat belegen sind, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum zutrifft. Weitere Sondervorschriften bestehen insbesondere für die in Sanierungsgebieten liegenden Gebäude (§ 7h EStG), für die zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung im eigenen Haus (§ 10e EStG), unter Denkmalschutz stehende Gebäude (§ 10f EStG) oder die unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassene Wohnung im eigenen Haus (§ 10h EStG). Zu berücksichtigen ist zudem im Rahmen der Wohnbauförderung die Wohnungsbauprämie.

Veräußerungsgewinne sind bei Wohnimmobilien steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung der Wohnimmobilie weniger als 10 Jahre liegen (§ 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG; „Spekulationsfrist“).

Wirtschaftliche Aspekte

Aus wirtschaftlicher Sicht ist bei Wohnimmobilien deren Wertentwicklung und Rentabilität von Bedeutung. Der aktuelle Marktwert ergibt sich aus verschiedenen Immobilienindices oder aufgrund der Wertermittlungsverordnung.

Bei der Eigennutzung sind neben dem Zinsaufwand für den Fremdfinanzierungsanteil und den Bewirtschaftungskosten auch der entgangene Zinsertrag für die alternative Kapitalanlage des eingesetzten Eigenkapitals bei der Rentabilität zu berücksichtigen.

Die Gesamtrentabilität vermieteter Immobilien wird deshalb beeinflusst durch das Zinsniveau, die Bewirtschaftungskosten und Mietpreisveränderungen. Das bei der Rentabilität vermieteter Wohnimmobilien zu berücksichtigende Vermietungsrisiko besteht insbesondere aus der Gefahr des Leerstands oder dem Mietzahlungsrisiko der Mieter.

Wohnimmobilien sind fungibler als Gewerbeimmobilien, weil ein breiter Wohnungsmarkt deren Verwertung in Normalzeiten erleichtert. Zudem sind Wertschwankungen wegen der Knappheit von Wohnraum in Normalzeiten (Ausnahme: Immobilienblase) gering. Ein hoher Standardisierungsgrad schließlich sorgt auf dem Immobilienmarkt für eine stabile Nachfrage.

Bewertung

Im Rahmen der Immobilienbewertung ergeben sich Unterschiede zwischen Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien. Während selbst genutzte Wohnimmobilien in der Regel nach dem Sachwertverfahren bewertet werden, erfolgt die Bewertung von Gewerbeimmobilien und Mietwohnimmobilien in der Regel nach dem Ertragswertverfahren.

REITs

Ein Teil der Wohnimmobilien, die so genannten Bestandsmietwohnimmobilien, ist vom REIT-Gesetz betroffen. Es befasst sich mit deutschen Real-Estate-Investment-Trusts (REITs), also deutschen Immobiliengesellschaften in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, die Kapital in Immobilienvermögen anlegen, dieses bewirtschaften und über Mieteinnahmen und Wertsteigerungen eine Rendite zu erzielen suchen. Sie sind von der Körperschaft- und Gewerbesteuerpflicht befreit, wenn sie mindestens 90 % ihrer Erträge ausschütten, mindestens 75 % der Einkünfte aus Immobilien erzielen und mindestens 75 % des Vermögens in Immobilien anlegen. REITs dürfen nach § 1 Abs. 1 Nr. 1a REIT-Gesetz keine Bestandsmietwohnimmobilien erwerben. Als solche bezeichnet das REIT-Gesetz „Immobilien, die überwiegend Wohnzwecken dienen, sofern diese vor dem 1. Januar 2007 erbaut worden sind“ (§ 3 Abs. 9 REIT-Gesetz).

Quelle: Seite „Wohnimmobilie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. März 2021, 12:30 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wohnimmobilie&oldid=210086009 (Abgerufen: 16. Juli 2021, 08:40 UTC)

Einige Finanzberater betrachten selbst genutzte Wohnimmobilien nicht als Investition, sondern als Verbindlichkeit.

Eine Investition erwirtschaftet Erträge, eine Wohnimmobilie verursacht Kosten.

Dennoch kann es sinnvoll sein, in einer frühen Lebensphase eine Wohnimmobilie zu erwerben, um darin zu wohnen.

Beispielrechnung einer selbstgenutzten Wohnimmobilie

Art: Einfamilienhaus, freistehend

Baujahr: 2002

Wohnfläche: 150 m²

Anzahl der Zimmer: 6

Baukosten incl. Nebenkosten: 330 000 €

Zinsen über 20 Jahre: 70 000 €

Vollständige Tilgung 2022 nach 20 Jahren Annuitätendarlehen.

Durchschnittliche monatliche Kosten über 20 Jahre: 400 000 € / 240 Monate = 1666 €

Dieser Wert entspricht der Kaltmiete eines vergleichbaren Mietshauses oder einer Sechszimmerwohnung.

Versicherung und Steuer ca. 50 € monatlich.

Nebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser und Abwasser sowie Müllgebühren werden gesondert erfasst.

Hausnebenkosten

Wasser, Abwasser1 250 €
Strom1 300 €
Heizung2 000 €
Müllgebühren200 €
Nebenkosten, Jahreswerte

Die jährliche Gesamtsumme in Höhe von 4 750 € ergibt Nebenkosten von ca. 400 € im Monat.

Nebenkostenabrechnung 2020

Nebenkostenabrechnung Heizung
Nebenkostenabrechnung Heizung
Nebenkostenabrechnung Strom
Nebenkostenabrechnung Strom

Stromzähler

Wir haben zwei Stromzähler, einen für den Haushaltsstrom und einen für den Wärmepumpenstrom.

Der Zähler für die Wärmepumpe erfasst den Hochtarif (HT) und den Niedertarif (NT).

Brutto Stromkosten incl. 19 % deutsche MwSt. excl. EEG-Umlage etc.

Haushaltsstrom: 18.21 Ct/kWh

Wärmepumpe HT: 14.15 Ct/kWh

Wärmepumpe NT: 12.20 Ct/kWh

Dies ist der Preis, den die Stadtwerke mir für 1 kWh berechnen.

Alles andere sind Gebühren der sog. “Energiewende”.

Es ist offensichtlich, dass das Heizen mit einer Wärmepumpe funktioniert hätte, wenn die zusätzlichen Abgaben nicht den Preis je kWh hochgetrieben hätten.

Nebenkostenabrechnung Wasser
Nebenkostenabrechnung Abfallentsorgung

Tabelle historischer Hausnebenkosten

Jahr/PostenMüllStrom ET kWhHeizung HT kWhHeizung NT kWhHeizung kWhStrom bruttoStrom nettoWasser cbmWasserkosten bruttoGesamtverbrauch kWh
200229,40703246316504113503,31422,9541152,614816
2003176,40303268513766106171590,091336,21197749,7513649
2004176,4028464909300079091374,191154,78137525,4010755
2005178,2032804549340079491463,591229,91169725,7111229
2006178,2033134270408283521601,961346,18163700,5211665
2007178,2030903429310365321475,531239,94148637,539622
2008178,2034224362407884401984,541667,68186797,1011862
2009178,2030804608439890061674,631407,25160710,3212086
2010117,9030004990478197711934,131625,32214944,6412771
2011126,90324755405091106312696,082265,61199847,6113878
2012135,6532344159391080692278,281914,52155663,7511303
2013157,18406455095034105433200,912689,84167713,8914607
2014146,1829612860287857382049,671722,41137708,858699
2015151,6833724345427186162659,882235,19139718,9611988
2016174,4437883426297263982498,502099,58150857,0910186
2017179,9029694299385881572892,042430,29119683,2711126
2018193,4030433596341170072651,662228,29122700,0910050
2019174,3033463843339072332896,302433,87132944,8610579
2020221,1041074014352775413309,802781,341801254,6711648
Gesamt3051,8359897820227060015262240735,0934231,17291514036,62212519
Übersicht aller Hausnebenkosten 2002-2020

Mieten oder Kaufen?

Diese Frage wird immer wieder gestellt und es gibt dazu unterschiedliche Antworten:

Finanzwesir Blog:

https://www.finanzwesir.com/blog/mythos-selbstgenutzte-immobilie-wohneigentum

Diese ganze Diskussion führt natürlich zu nichts. Die Finanzberater setzen den Betrag für das Annuitätendarlehen gleich mit der Kaltmiete.

Der große Unterschied ist jedoch, dass ich für meine Kreditrate in meiner selbstgenutzten Wohnimmobilie leben kann, in meinem Aktiendepot aber nicht.

Es ist meines Erachtens illusorisch, zur Miete zu leben und eine gleich hohe Sparrate aufbringen zu können wie für die Abzahlung eines Immobilienkredits.

Die Zusammenfassung unseres Hausbauabenteuers findet ihr im Blogbeitrag Selbstgenutzte Wohnimmobilie – Lust oder Frust?

Rechenbeispiel mit einer einfachen Gewinn- und Verlustrechnung

Nettoeinkommen: 5 000 €

Wohnkosten: 1 400 €

Ernährung: 600 €

Autounterhalt: 1 400 €

Benzinkosten: 600 € (2 000 km x 10 l/100 km x 1.50 € x 2 Autos)

Sonstiges: 500 €

Ergebnis:

Das Einkommen (5 000 €) ist höher als die Ausgaben (4 500 €). Der monatliche Überschuss beträgt 500 €.

Mit 500 € ist es gut möglich, erst eine Notfallreserve und dann ein Aktiendepot aufzubauen.

Aber 500 € sind nicht 1 666 € wie im obigen Beispiel als Annuitätendarlehen aufgeführt.

Ergo: Der Nutzer einer Wohnimmobilie baut immer mehr Kapital auf als der Mieter, der in ein Aktiendepot investiert.

Technische Ausführung

Das Haus entspricht nach der Wärmeschutzverordnung von 1995 einem förderfähigen Niedrigenergiehaus.

Die Außenwände der werkseitig vorgefertigten EG-Raummodule und des Dachgeschosses bestehen aus 10 cm starken Elementen aus Blähton-Leichtbeton LB 25 und sind mit einem ca. 20 cm starken Wärmedämmverbundsystem (PS 15) versehen.

Formschöne Marken-Kunststofffenster, weiß mit U-Wert 1,3 W/m² K.

Die Decke über dem Erdgeschoß ist eine Stahlbetonrippendecke mit planer Oberfläche mit einer Deckendicke von 28 cm bzw. 9 cm und einer Nutzlast von 1,5 kN/m². Die Decke besteht aus Spannbeton.

Freitragende 45° Massivdachkonstruktion, im Kehlbalkenbereich mit Zwischendecke, Stärke: 30,4 cm, aus Holzkonstruktion, Untersicht mit tapezierfähigem, ca. 6 cm starkem Leichtbetonspiegel, LB 25.

Lattung und Konterlattung mit diffusionsoffener Unterspannbahn und 22 cm Mineralfaserdämmung zwischen den Sparren, Sparrenhöhe ca. 22 cm, Dachüberstände Traufe ca. 58 cm, Ortgang ca. 37,5 cm. Die Innenseite des Dachstuhls ist mit einem ca. 6 cm starken Leichtbetonspiegel versehen und tapezierfähig.

Der Spitzboden ist mit einer Mineralfaserdämmung, Stärke 22 cm incl. Dampfsperre (Ausführung für Aufenthaltsräume, nicht für Wohnräume) wärmegedämmt.

Spitzboden über Zwischendecke (Kehlbalken), Nutzlast 1,5 kN/qm, ist über eine Einschubtreppe mit ausziehbarer Treppenleiter in Holzausführung, Größe 1,20 m x 0,60 m, erreichbar. Die Oberseite der Kehlriegeldecke ist teilweise (ca. 1 mtr. breit) verbrettert.

Dacheindeckung mit Betondachsteinen Braas-Harzer-Pfanne in Farbe klassisch-rot.

Dachrinne, Fallrohr sowie die Verblendung im Ortgang und Traufbereich in hochwertigem Titanzinkblech.

Energetische Sanierung

Der größte Posten der Nebenkosten ist die Stromheizung mit 2 000 € jährlich, also ca. 166 € monatlich.

Durch einen Marder wurde unsere Zwischensparrendämmung im Dach teilweise zerstört.

Die energetische Sanierung des gesamten Daches mit Erneuerung der Zwischensparrendämmung durch Holzwolle und einer zusätzlichen Aufsparrendämmung mit Holzfaserplatte kostet ca. 25 000 €.

Wenn wir dadurch 50 € monatlich an Heizkosten sparen könnten, wäre die Maßnahme nach 500 Monaten, also über 40 Jahren amortisiert.

Alternativ gibt es eine sogenannte Einblasdämmung, um die Decke im Obergeschoss zu dämmen. Kosten ca. 3 000 €.

Wenn wir dadurch 50 € monatlich an Heizkosten sparen könnten, wäre die Maßnahme nach 60 Monaten, also nach 5 Jahren amortisiert.

Erneuerung der Heizungsanlage

Abluft-Wärmepumpe

Das größte Potential sehen wir in der Erneuerung unserer Heizungsanlage, da unsere Fighter 315P Luft-Luft-Wärmepumpe nach 20 Jahren bereits ihre veranschlagte Lebensdauer um 5 Jahre überschritten hat.

Eine Nibe Fighter F750 Wärmepumpe kostet ca. 20 000 €.

Wenn wir dadurch 75 € monatlich an Heizkosten sparen könnten, wäre der Kauf nach 266 Monaten, also nach ca. 22 Jahren amortisiert.

Die Stromkosten einer Wärmepumpe dürfen jedoch nicht unterschätzt werden. Die Annahmen in dem verlinkten Beispiel entsprechen ungefähr unserem maximalen Strombedarf für den Betrieb unserer Nibe Fighter 315-P Abluft-Wärmepumpe.

Brennstoffzelle

Am 19.07.2021 haben wir ein Angebot über eine Viessmann Vitovalor PT2 Brennstoffzelle (stromerzeugende Heizung) erhalten. Dabei handelt es sich um ein Mikro-KWK System (Kraft-Wärmekopplung) mit kalter Verbrennung.

Dennoch sollen wir eine zusätzliche Brennwerttherme mit Kamin installieren.

Die Anlage läuft ausschließlich über Erdgas und kann nicht mit LPG betrieben werden.

Kosten 40 000 €

abzgl. Förderung 11 000 €

Gesamtpreis 29 000 €

Wenn wir dadurch 125 € monatlich an Heizkosten sparen könnten (Verkäuferangabe), wäre der Kauf nach 232 Monaten, also nach ca. 19 Jahren amortisiert.

Eine 100 % Abdeckung ist nicht möglich, weil die Brennstoffzelle zwei Stunden pro Tag abkühlen muss. Für diese Zeit muss Strom vom Versorger zugekauft werden.

Energiemanagementsystem mit Stromspeicher

Die Idee kam mir bei einer Webpräsentation der Firma Greenrock.

Kauf einer Salzwasserbatterie in Kombination mit einem Energiemanagementsystem, um den günstigeren Niedertarifstrom zu speichern und während der Hochtarifzeit zu nutzen.

Investionskosten von 10 000 – 12 500 Euro, maximale Ersparnis 50 Euro pro Jahr (!), selbst wenn ich den gesamten Hochtarifstrom ersetzen könnte.

Wärmepumpenheizung mit Erdwärmesonden

Unsere aktuelle Haustechnik mit einer Abluftwärmepumpe gefällt mir sehr gut, nur die gestiegenen Stromkosten für das Zuheizen mittels Heizstab stören mich sehr.

Wenn wir bei der Wärmepumpe mit allen Vorteilen bleiben möchten, aber den Nachteil des Zuheizens im Winter beseitigen wollen, bleibt nur eine Erdwärmepumpe.

Solche Sole-Wärmepumpen lassen sich über Erdwärmesonden oder Erdwärmekollektoren realisieren.

Rechenbeispiel Sole-Wärmepumpe

Verlegung der Erdwärmesonden 11 000 € (ca. 220 m)

Erdwärmepumpe 5 000 € (10 kW Heizlast)

Installation 3 000 €

Gesamtsumme 19 000 €

Förderung (bei JAZ > 3,8) 4 500 €

Förderung (bei JAZ > 4,5) 2 250 €

Gesamtsumme bei maximaler Förderung 12 000 €

Leider lässt sich diese Art der Wärmepumpe auf unserem Grundstück nicht realisieren, siehe Abschnitt Bohrtiefen im Wikipedia-Artikel Erdwärmesonden. Die geforderten Abstände zur Grundstücksgrenze können nicht eingehalten werden.

Wärmepumpenheizung mit Erdwärmekollektoren

Unsere aktuelle Haustechnik mit einer Abluftwärmepumpe gefällt mir sehr gut, nur die gestiegenen Stromkosten für das Zuheizen mittels Heizstab stören mich sehr.

Wenn wir bei der Wärmepumpe mit allen Vorteilen bleiben möchten, aber den Nachteil des Zuheizens im Winter beseitigen wollen, bleibt nur eine Erdwärmepumpe.

Leider lässt sich diese Art der Wärmepumpe auf unserem Grundstück nicht realisieren, siehe Abschnitt Leistung im Wikipedia-Artikel Erdwärmekollektor. Unser Garten ist nur 175 m² groß, benötigt werden aber 300 m² Gartenfläche, um 150 m² Wohnfläche beheizen zu können.

Batteriespeicher als Notstromaggregat

Beim Webinar mit Bluesky Energy aus Österreich habe ich gelernt, dass sich aus einem Batteriespeicher nur sehr wenig Leistung pro Stunde entnehmen lässt, z. B. 2.8 kWh aus einem Batteriespeicher mit 15 kWh Kapazität (“Fassungsvemögen”).

Ein kW Batteriespeicher kostet ca. 1 000 Euro.

Um ein Notstromaggregat für meine Wärmepumpe zu realisieren (15 kW Leistung), bräuchte ich einen 90 kWh Speicher. Dieser kostet 90 000 €.

Grundwasserwärmepumpe (Wasser-Wasser-Wärmepumpe)

Unsere Nachbarn verwenden eine Stiebel Eltron WPW10 Wasser/Wasser-Wärmepumpe mit einem SBP 100 Komfort Pufferspeicher mit Heizflansch und einem SBB 300 WP Warmwasser Standspeicher.

Für die beiden Brunnen musste 55 Meter tief gebohrt werden. 15 Meter waren im Angebot enthalten, jede weiteren 10 Meter kosten 1 000 Euro extra.

Dachvermietung für Photovoltaik-Anlage

Das Angebot der kostenlosen Dachsanierung durch die Installation einer Photovoltaikanlage,  richtet sich an Besitzer von Dachflächen ab 600 m². bzw. Dachflächen in einer Größe von 1500 m², 2000 m², 2500  m², 2700 m², 2800 m², 3000 m², 3200 m², 3300 m², 4000 m², 4500 m², 5000 m² und mehr. Unter 600 m² Dachfläche ist eine kostenlose Dachsanierung nicht realisierbar.

Quelle: https://www.dachvermieten.net

Dachflächennutzung durch Genossenschaft

Wir haben eine Genossenschaft aus der Region angefragt, ob sie unser Dach pachten möchten:

Quelle: https://www.regional-versorgt.de/projekte/photovoltaik

Sie wären evtl. bereit, uns die maximalen 15 kWp auf die Dächer zu bauen.

Direktvermarktung selbst erzeugten Stroms

https://www.ews-schoenau.de

Thermondo Energieberatung

Bei einem Termin am 15.09.2021 stellte sich heraus, dass Thermondo nur Heizungen mit Flamme anbieten kann.

Ein Blockheizkraftwerk sei nur sinnvoll ab mindestens 4 000 kWh Stromverbrauch. Nur dann sei das BHKW gerade so rentabel. Besser mehr Verbrauch.

Ich vermute, diese Aussage bezieht sich allein auf den Haushaltsstrom. Wenn wir Wärme speichern können, steigt automatisch der Strombedarf durch den Dauerbetrieb eines BHKW.

Senertec Dachs stromerzeugende Heizung

In einem Webinar am 21.09.2021 wurden drei Dachse vorgestellt: 0.8, 2.9 und 5.5.

Die Brennstoffzelle kann bis zu 20 % Wasserstoffbeimischung vertragen, der Reformer kann nicht mit mehr Wasserstoff umgehen.

Dachs 0.8 Datenblatt

Der Dachs 2.9 ist zu 90 % baugleich mit dem 5.5 und fährt auf der kleinsten Stufe (7 kW).

Der verbaute Verbrennungsmotor ist eine Eigenentwicklung von Fichtel&Sachs und sehr zuverlässig und langlebig.

Die Geräte sind für 80 000 Betriebsstunden ausgelegt und müssen nach 14-15 Jahren ersetzt werden.

Die aktuellen Dachse können über ein (externes) Energiemanagementsystem angesteuert werden, z. B. Dachs läuft an, sobald der Batteriespeicher leer ist etc.

Das Problem aller Blockheizkraftwerk ist, dass sie wärmegeführt sind, d.h. es wird nur Strom erzeugt, wenn Wärmebedarf besteht.

Dies hat mich auf die Idee gebracht, ein stromgeführtes Blockheizkraftwerk zu entwickeln.

HPS Picea Wasserstoff Brennstoffzelle

In einem Webinar am 22.09.2021 habe ich viel über das System gelernt.

HPS System – picea

Stromspeicher, Heizungsunterstützung und Lüftungsgerät in einem.

HPS hat ein System entwickelt, bei dem Komponenten wie Batterie, Elektrolyseur und Brennstoffzelle in effizienter Weise zusammenarbeiten. Durch ein prädiktives Energiemanagement entsteht ein nachhaltiges, sich elektrisch selbst versorgendes und frei dimensionierbares Hausstromsystem.

Zusätzlich wird die beim Betrieb von picea entstehende Abwärme als Heizwärme oder Warmwasser dem Haus bereitgestellt und reduziert so zusätzlich Ihre Heizkosten.

Broschüre

Datenblatt

Präsentation

Sunfire Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC)

Die Sunfire Brennstoffzelle kann mit Erdgas oder LPG betrieben werden.

Info unter Sunfire Home, Broschüre hier.

Installation eines Balkonkraftwerks

Daten zur Mini-PV-Anlage:

Ein Balkonkraftwerk liefert grünen Strom für den Eigenverbrauch. Viele Verbraucher sehen darin eine gute Gelegenheit, langfristig Stromkosten einzusparen. Vor dem Kauf stellt sich daher oftmals die Frage: Lohnt sich der Betrieb einer Mini-PV-Anlage?

Hierzu eine Beispielrechnung:

  • Solarmodule haben unter Testbedingungen eine Leistungsaufnahme von 150 bis 300 Watt
  • Pro Jahr ist durchschnittlich ein Ertrag von 70 bis 90 kWh pro 100 Watt Nennleistung zu erwarten
  • Eine 500-Watt-Solaranlage erzeugt demnach beispielsweise ca. 350 bis 450 kWh pro Jahr

Ein Vier-Personen-Haushalt benötigt ca. 4 000 kWh Energie pro Jahr. Mit einer Mini-PV-Anlage könnte ein Vier-Personen-Haushalt demnach etwa zehn Prozent weniger Strom vom Netzbetreiber beziehen. Für einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Bedarf von ca. 2 500 kWh Energie pro Jahr wären es bereits ca. 15 bis 20 Prozent.
Nach acht bis 15 Jahren begleichen sich dann auch die Anschaffungskosten mit den ersparten Stromkosten. Die Amortisation hängt in erster Linie davon ab, wie viel Strom erzeugt werden kann.
Quelle: https://schmitt-trading.com/finanzen/sachwerte/stromerzeugung/haus-solaranlage

Der Strombedarf eines Vier-Personenhaushalts liegt bei gut 4 000 kWh im Jahr. Mit einer Kilowattstunde (1 kWh) Strom kann ich:

  • eine Maschine Wäsche waschen
  • eine Stunde staubsaugen (1 000 W-Staubsauger)
  • sieben Stunden lang fernsehen
  • eine 10-Watt-LED-Lampe 4 Tage lang brennen lassen

Quelle: https://schmitt-trading.com/finanzen/sachwerte/immobilien/selbstgenutzte-wohnimmobilie/wasserstoff-brennstoffzellen-bhkw

Kosten:
2 Balkonkraftwerke

2 Module (aleo X83) mit 300 Watt, schwarz inkl. Wechselrichter und 5m Anschlusskabel für die Steckdose
Wechselrichter: AEconversion INV-315-50 oder INV-350-60 oder Envertech EVT300, je nach Verfügbarkeit

1320,00€

Quelle: https://www.balkonkraftwerk.de/kaufaktion

Die detaillierte Tabelle aller Stromkosten befindet sich hier: https://schmitt-trading.com/finanzen/sachwerte/immobilien/selbstgenutzte-wohnimmobilie/gebaudeheizung/warmepumpenheizung/#Reale_Stromkosten.

Haushaltsstromtarif Ct/kWh brutto ET mit 19 % dt. MwSt., EEG etc. und Grundpreis: 0,32391

Strompreis HT Ct/kWh brutto HT mit 19 % dt. MwSt., EEG etc. und Grundpreis: 0,285177

Strompreis NT Ct/kWh brutto NT mit 19 % dt. MwSt., EEG etc. und Grundpreis: 0,26928

Die Mini-PV-Anlage mit 600 Watt bringt 2 kWh pro Tag.

Der Verbrauch Haushaltsstrom liegt bei 7 kWh pro Tag.

D.h. man könnte 3 x so groß bauen, z. B. 1800 Watt und spart sich dann 583 € pro Jahr.

Kosten 6 Module 4000 €, d.h. nach 6,8 Jahren amortisiert.

Ich habe den täglichen Stromverbrauch über einen Zeitraum ohne Heizung gemessen und hier aufgeschrieben: https://schmitt-trading.com/finanzen/sachwerte/immobilien/selbstgenutzte-wohnimmobilie/wasserstoff-brennstoffzellen-bhkw/#Ermittlung_des_Strombedarfs

Installation einer 15 kWp Solaranlage

Berechnung für eine 15 kWp Photovoltaikanlage:

Kosten: 20 000 € netto, d.h. 23 800 € brutto ohne Speicher
Jahresertrag 15 000 kWh
Direktverbrauch laut Yello nur 4 000 kWh, d.h. der Jahresbetrag für Haushaltsstrom: 1 330 €. Amortisation nach 18 Jahren.

Die detaillierte Tabelle aller Stromkosten befindet sich hier: https://schmitt-trading.com/finanzen/sachwerte/immobilien/selbstgenutzte-wohnimmobilie/gebaudeheizung/warmepumpenheizung/#Reale_Stromkosten

Haushaltsstrom ET €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 700): 0,15303

Heizstrom HT €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 730): 0,11889

Heizstrom NT €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 732): 0,10256

Mittlerer Netto-Strompreis: 0,12482

Wenn wir nur 4 000 kWh direkt verbrauchen können, müssen wir 6 000 kWh vom Stromversorger einkaufen.

Wenn es dort nur einen Einheitstarif gibt – weil der Wärmepumpentarif der Stadtwerke würde ja dann wegfallen – muss der Preis unter 12 Cent / kWh netto liegen.

Selbst bei 10 Ct. hätten wir noch netto Stromkosten von 600 € netto plus Umlagen, Steuern etc.

Mittlerer Bruttostrompreis Stadtwerke 2019 war 28 Ct., d.h. 1 680 € für 6 000 kWh.

Gesamtkosten Strom 2019 waren 2 896 €. Ersparnis durch die PV-Anlage 1 330 €, d.h. nur 45 %.

Installation einer Photovoltaikanlage mit 23,3 kWp

Berechnung für eine 23,3 kWp Photovoltaikanlage:

Kosten: 22 165 € netto, d.h. 26 400 € brutto ohne Speicher
Jahresertrag 23 300 kWh
Direktverbrauch laut Berater nur ein Drittel, also 7 800 kWh.

Die detaillierte Tabelle aller Stromkosten befindet sich hier: https://schmitt-trading.com/finanzen/sachwerte/immobilien/selbstgenutzte-wohnimmobilie/gebaudeheizung/warmepumpenheizung/#Reale_Stromkosten

Haushaltsstrom ET €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 700): 0,15303

Heizstrom HT €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 730): 0,11889

Heizstrom NT €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 732): 0,10256

Mittlerer Netto-Strompreis: 0,12482

Wenn wir nur 7 800 kWh direkt verbrauchen können, müssen wir 3 000 kWh vom Stromversorger einkaufen.

Wenn es dort nur einen Einheitstarif gibt – weil der Wärmepumpentarif der Stadtwerke würde ja dann wegfallen – muss der Preis unter 12 Cent / kWh netto liegen.

Selbst bei 10 Ct. hätten wir noch netto Stromkosten von 300 € netto plus Umlagen, Steuern etc.

Mittlerer Bruttostrompreis Stadtwerke 2019 war 28 Ct., d.h. 840 € für 3 000 kWh.

Gesamtkosten Strom 2019 waren 2 896 €. Ersparnis durch die PV-Anlage 2 056 €, d.h. 70 %.

Amortisation nach 12 Jahren.

Installation einer Photovoltaikanlage mit 11,1 kWp

Berechnung für eine 11,1 kWp Photovoltaikanlage:

Kosten: 15 450 € netto, d.h. 18 400 € brutto ohne Speicher
Jahresertrag 11 100 kWh
Direktverbrauch laut Berater nur ein Drittel, also 3 700 kWh.

Die detaillierte Tabelle aller Stromkosten befindet sich hier: https://schmitt-trading.com/finanzen/sachwerte/immobilien/selbstgenutzte-wohnimmobilie/gebaudeheizung/warmepumpenheizung/#Reale_Stromkosten

Haushaltsstrom ET €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 700): 0,15303

Heizstrom HT €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 730): 0,11889

Heizstrom NT €/kWh netto excl. EEG etc. (Tarif 732): 0,10256

Mittlerer Netto-Strompreis: 0,12482

Wenn wir nur 3 700 kWh direkt verbrauchen können, müssen wir 6 300 kWh vom Stromversorger einkaufen.

Wenn es dort nur einen Einheitstarif gibt – weil der Wärmepumpentarif der Stadtwerke würde ja dann wegfallen – muss der Preis unter 12 Cent / kWh netto liegen.

Selbst bei 10 Ct. hätten wir noch netto Stromkosten von 630 € netto plus Umlagen, Steuern etc.

Mittlerer Bruttostrompreis Stadtwerke 2019 war 28 Ct., d.h. 1764 € für 6 3000 kWh.

Gesamtkosten Strom 2019 waren 2 896 €. Ersparnis durch die PV-Anlage 1 132 €, d.h. 40 %.

Amortisation nach 16 Jahren.

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